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Dokumentation Fachtag "Wa(h)re Gefühle- Mediensucht 3.0" - 2009

Ohne Beschreibung

Am Donnerstag den 17.09.2009 fand im Haus der Wissenschaft in Bremen der Fachtag ?Wa(h)re Gefühle- Mediensucht 3.0? statt. Die Tagung knüpfte thematisch an die ersten zwei Fachtage 2007 und 2008 zum Thema Mediensucht an. Für die Tagung konnten wir drei anerkannte ReferentInnen gewinnen, die interessante Impulse in die Diskussion um das Thema Mediensucht eingebracht haben.

Die Mediennutzung Jugendlicher hatte uns bereits im Rahmen der beiden Mediensucht-Fachtagungen „Rund ums Netz“ und „Anknüpfen - Rund ums Netz“ beschäftigt. Das Thema Mediensucht hat an Brisanz nicht verloren. Daher luden die Veranstalter herzlich zu einem dritten Mediensucht-Fachtag, 17.9.09, ein, diesmal zum Thema „Wa(h)re Gefühle“.
Junge Menschen unterscheiden viel weniger als Erwachsene zwischen realem und virtuellem Leben.  Für Kinder und Jugendliche ist die Beschäftigung mit dem PC ein integraler Bestandteil ihrer alltäglichen Lebenswelt: Sie kämpfen, siegen, verlieren, greifen an und halten Angriffe aus. Sie surfen, schauen Filme, kommunizieren mit ihren Freunden und schauen gleichzeitig Fernsehen.

Sind Jugendliche überhaupt noch in der Lage, wahre Gefühle zu erleben, wenn menschliche Kontakte zu  einem großen Teil technisch vermittelt stattfinden? Empfinden sie noch Freude an den kleinen Dingen des wirklichen Lebens, obgleich die virtuelle Welt viel schneller und bunter ist? Wenn es so einfach ist, Gleichgesinnte oder sogar Freunde im Netz zu finden, bleibt dann noch die Sehnsucht nach Zuneigung und Anerkennung im realen Leben? Gibt es etwas im Alltag, was ähnlich „kickt“ wie ein Computerspiel?

Im Rahmen des Fachtags „Wa(h)re Gefühle“ wird es um die Folgen exzessiver Mediennutzung für das emotionale Erleben gehen. Können echte Gefühle allein am Computer empfunden werden oder brauchen sie ein menschliches Gegenüber? Wir werden Thesen formulieren und in einem Forum überprüfen.

Die Fachtagung fand am Donnerstag den 17.09.09 im Haus der Wissenschaft von 9:00 bis 16:30 Uhr statt. Es referierten  Prof. Dr.med Karla Misek-Schneider, Uni Köln, Dipl. Psych. Sabine Petersen und Jun. Prof. Dr. Jeffrey Wimmer Uni Bremen.