X

Schule früher:

Gespräch mit Schülern

Besuch des Bremerhavener Schulmuseums und des Findorffer Altenheims,
Interviews mit älteren Menschen,
Ergebnisse des Worksshop ab Freitag, den 6.7.07, hier zu finden

Interview mit älteren Menschen

Wir waren im Altersheim Findorff und haben die älteren Menschen gefragt, wie die Schule und das Leben neben der Schule früher war. Auch begleitet hat uns die Frage, ob es früher auch schon Gewalt zwischen den Schülern und auch anderes auffälliges Verhalten gab.

Eine Stunde haben wir uns unterhalten, Fragen gestellt und einige spannende Dinge erfahren, z.B. dass es früher nicht so viel Gewalt wie heute gab, dass das Verhältnis zwischen Eltern und Lehrern, Schülern und Lehrern und den Eltern und Schülern intensiver war, als heutzutage. 

Auch wenn es teilweise 60 Schüler in einer Klasse waren, waren die Schulstunden bedeutend ruhiger als heute. Ab der 8. Klasse konnte man auf die Volksschule (Hauptschule), Mittelschule (Realschule) oder auf das Gymnasium gehen, allerdings kostete dies auch Geld, was sich nicht jeder leisten konnte.

In der heutigen Zeit haben die Schulen mehr Angebote und Veranstaltungen, sowie Klassenfahrten, die auch in andere Länder gehen.  Die früheren Exkursionen gingen nur in die eigene Region.

 

Besuch im Bremerhavener Schulmuseum

Unterricht wie vor 100 Jahren: "Hände falten, Schnabel halten, Kopf nicht stützen, Ohren spitzen". So begann der Unterricht am Anfang des 20. Jahrhunderts. Je Klasse wurden etwa 52 Schüler untergebracht. Bänke und Tische waren je nach Klassenstufe unterschiedlich groß und eng. Kleine Schüler saßen vorne, große hinten, damit jeder einen guten Blick auf den Lehrer hatte. In jedem Klassenzimmer stand ein Spucknapf. Dieser hatte eine ähnliche Funktion wie ein Taschentuch. Um die Klassenräume im Winter warmzuhalten standen Öfen in der Schule verteilt. Während der NS- Zeit musste in jedem Zimmer ein Bild von Adolf Hitler aufgehangen und eine Büste hingestellt werden.

Man konnte sich in der Schule waschen. Schüler musste allerdings das vom Lehrer gebrauchte Wasser benutzen. In jedem Klassenzimmer stand mindestens ein Musikinstrument, welches der Lehrer spielen können musste und auch zur Begrüßung und während den Pausen gespielt hat.

Schuluiniformen gab zu dieser Zeit auch schon in Deutschland. Die geläufigsten waren der Matrosenanzug für Jungen und das Kleid für Mädchen. Je nach Jahrgang wurde dazu verschiedenfarbige Mützen getragen.

Während der NS- Zeit wurde die deutsche Schrift zugunsten der der lateinischen Schrift offiziell abgeschafft. Die Begründung dafür: Es seien "jüdische Lettern". Trotzdem konnte fast jeder zu dieser Zeit zwei Schriftarten schreiben.