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Bremer Jugendpreis 2017: Preisverleihung

Wie jedes Jahr endete der Bremer Jugendpreis auch 2017 mit der feierlichen Preisverleihung in der Oberen Rathaushalle. Bremenweit haben sich viele Kinder und Jugendliche im Vorfeld kreativ mit dem Thema "Wie man in den Wald ruft - Dem Hass keine Chance" aueinander gesetzt. Entstanden sind tolle Ergebnisse: Musik, Bühnenstücke, Plakate, Gedichte....

Am Mittwoch, dem 7. Juni wurden die Preise verliehen.

Ziemlich voll war es in der Oberen Halle des Bremer Rathauses, als um 11 Uhr die feierliche Preisverleihung für den Bremer Kinder- und Jugendpreis begann. Geladen waren alle Preisträgerinnen und Preisträger, die nun ihre Auszeichnungen entgegen nehmen konnten. Sie alle haben sich auf vielfältige und kreative Weise mit dem diesjährigen Thema "Wie man in den Wald ruft" auseinander gesetzt. Dabei ging es um die Frage, wie wir eigentlich miteinander umgehen wollen. Haben wir mit unserem eigenen Verhalten Einfluss darauf, dass Streit und Hass verhindert werden?

Allen Preisträgern ein herzlicher Glückwunsch für ihr tolles Engagement. Und an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die es nicht auf’s Siegertreppchen geschafft haben: Nicht traurig sein, das nächste mal klappt es bestimmt. Der nächste Bremer Kinder- und Jugendpreis steht ja praktisch schon vor der Tür.

Und hier die Liste der Gewinner:

Die „Junge Bühne Weserterrassen“ wurde für das Theaterstück „Gestohlenes Meer“ ausgezeichnet. Darin geht es um die wahre Geschichte der 17-jährigen Truus Oversteegen und ihrer 15-jährigen Schwester Freddie, die sich 1942 im von den Nazis besetzten Holland der Widerstandsbewegung angeschlossen haben. Die Jury lobte die schlüssige und überzeugende Darstellung der Theatergruppe.

Auch die „Bunte Eiche“ erhielt einen Preis, nämlich für den Film „Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es auch heraus… oder nicht!“. Gelobt wurde die gut umgesetzte, pfiffige Idee des Films, der sich mit Ausländer-Feindlichkeit auseinander setzt.

Die Grundschule am Pfälzer Weg erfreute die Jury mit einem selbst gedichteten Lied über die Vielfältigkeit und die Probleme in ihrem Stadtteil Tenever.

Ausgezeichnet wurde auch der Kurzfilm „Europa Baum Restaurant“ der Medienwerkstatt Schlachthof. Er behandelt Konflikte, die aus Grenzüberschreitungen entstehen. Die Macher sind mehrheitlich Jugendliche, die aus Krisenregionen nach Bremen geflüchtet sind.

Sowohl das SZ Carl von Ossietzky als auch die Grundschule Nordstraße haben Theaterstücke zum Thema Flucht beim Senatspreis eingereicht und wurden ausgezeichnet. Die Jury lobte das große Engagement beider Gruppen.

Die inhaltlich sehr Informative Stadtteilzeitung „heimatlos“ des Gymnasiums Links der Weser fand großen Anklang bei der Jury ebenso wie auch das Plakat „Gewaltfreie Kommunikation“ der Grundschule am Pfälzer Weg.

Das Gymnasium Links der Weser wurde auch gleich noch mit einem zweiten Beitrag ausgezeichnet: Auch für die geschickte Verbindung von Aspekten wie Racial Profiling, Verallgemeinerung Zivilcourage, Heimatgefühl und Identität im Theaterstück „Zerbrechlich“ gab es einen Preis.

Honoriert wurden auch die OS Findorff und das Gymnasium Vegesack für diverse Beiträge zum Thema Mobbing und Diskriminierung ebenso wie Schülerinnen der GSM, die eine Projektwoche zum Thema „Courage“ geplant und durchgeführt haben.

Um Zivilcorage ging es auch im Lied „Da kannst Du sicher sein“, das von 3 Schülerinnen der Heinrich-Heine-Schule eingereicht wurde.


Für ihre Gedichte zu den Themen Bedeutung der Sprache, Flucht und Zusammenleben erhielt die Albert-Einstein-Schule einen Preis.

Gewonnen haben außerdem die Filme „Finger und Faust“ (Vaja), „Glückspilz“ (Lea und Ronja) und „Der Weg zum Glücklichsein“ (Karl, Melanie, Michael und Marcel). Auch der Film der Sippe „grüne Bergeidechsen“ und der Film von Amelie und Nele über Respekt und Wertschätzung wurden ausgezeichnet.

Zu den Preisträgern gehören auch die Grundschule Horner Heerstraße (Theater „Unsere Träume“) und TBZ Mitte (Theater „Survival of the weakest“).

Das SZ Alwin-Lonke-Straße hat mit dem Projekt „Bremer Boxen“ am Senatspreis teilgenommen. Die Boxen sollen Orte im öffentlichen Raum gestalten, die der Begegnung und somit der Verständigung dienen. Die Jury fand auch dieses Projekt auszeichnungswert.