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Ab 6 im Netz...

Laut der KIM Studie 2011 nutzen bereits 6- bis 13-Jährigere Kinder zunehmend soziale Netzwerke und stellen persönliche Daten ins Internet. Insgesamt 57 Prozent der Kinder zwischen sechs und 13
Jahren nutzen zumindest selten das Internet. Das ServiceBureau Jugendinformation fordert daher in den Schulen Konzepte für die GrundschülerInnen zu entwickeln, damit die Kinder kompetent surfen lernen. Wichtig ist hierbei zu beachten und um zu setzen, dass die Kids in vielen Fällen mehr Kompetenzen als das Lehrpersonal haben.

Die KIM-Studie belegt dabei eine deutliche Zunahme der Nutzung sozialer Netzwerke: Mittlerweile nutzen 43 Prozent der sechs- bis 13-jährigen Internetnutzer regelmäßig Communities (2008: 16 Prozent).

Auch die Liste der beliebtesten Internetseiten wird von einem sozialen Netzwerk angeführt. Im Zuge der Verbreitung von Online-Communities werden auch verstärkt persönliche Daten preisgegeben. 29 Prozent der Kinder, die das Internet nutzen, haben Fotos oder Filme von sich eingestellt. 22 Prozent haben auch Bilder von ihrer Familie und/oder Freunden veröffentlicht. Dies sind Ergebnisse der aktuellen KIM-Studie 2010 (Kinder + Medien, Computer + Internet) des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (mpfs), die heute veröffentlicht wurde.


Nach Schätzung der befragten Haupterzieher verbringen die Sechs- bis 13-Jährigen durchschnittlich 24 Minuten pro Tag im Internet. Die Eltern stehen dem Internet häufig mit zweigeteilter Meinung entgegen: 59 Prozent stimmen der Aussage zu, dass das Internet Kinder zu „Stubenhockern“ macht, dennoch finden 60 Prozent „Kinder sollten so früh wie möglich an Computer gewöhnt werden“. Über drei Viertel der Haupterzieher meinen, dass Kindern der Umgang mit Computer und Internet in der Schule vermittelt werden sollte.


Ein Viertel der Sechs- bis 13-Jährigen will nicht mehr auf Computer und Internet verzichten. Diese Affinität zu PC und Onlinediensten nimmt mit dem Alter deutlich zu: Während nur sechs Prozent der jüngsten Kinder (sechs und sieben Jahre) PC/Internet als unentbehrlich ansehen, sind es bei den Zwölf- bis 13-Jährigen 41 Prozent. Komplementär dazu entwickelt sich die Bindung an den Fernseher: Während drei Viertel der Sechs- bis Siebenjährigen nicht auf dieses Medium verzichten wollen, sind es bei Kindern zwischen zwölf und 13 Jahren nur noch 40 Prozent. Insgesamt ist das Fernsehen aber weiterhin das zentrale Medium für Kinder: Drei Viertel der Sechs- bis 13-Jährigen sehen jeden oder fast jeden Tag fern und die durchschnittliche Nutzungsdauer pro Tag beträgt nach Angaben der Haupterzieher 98 Minuten.


Die Studienreihe KIM wird vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs) seit 1999 durchführt. Die repräsentative Studie bildet das Medienverhalten der Sechs- bis 13-Jährigen in Deutschland ab. Für die KIM-Studie 2010 wurden rund 1.200 Kinder und deren Haupterzieher im Frühsommer 2010 zu ihrem Mediennutzungsverhalten befragt. Der mpfs präsentiert sich vom 22.02. – 26.02.2011 auf der didacta, Europas größter Bildungsmesse, in Stuttgart (Halle 9, Stand Nr. 9A51).
Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest ist eine Kooperation der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) und der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK). Die Durchführung der Studie erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk (SWR).


Bei Fragen steht Ihnen Thomas Rathgeb, Fon 0711/6 69 91-52 zur Verfügung

Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs)
Ltg.: Peter Behrens (LMK), Thomas Rathgeb (LFK)
c/o Landesanstalt für Kommunikation, Reinsburgstr. 27, 70178 Stuttgart
Fon: 0711/6 69 91-52 · Fax: 0711/6 69 91-11
Weitere Informationen des mpfs finden Sie auch im Internet unter http://www.mpfs.de/
Ansprechpartner: Thomas Rathgeb, E-Mail: t.rathgeb@lfk.de

Geschrieben am um .
Zuletzt bearbeitet am 21.02.2011 um 13:18.
  Tags: medienkompetenz studie kinder communities

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