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Geschrieben am 19.01.2038 um 04:14 von Lala:

Hallo ihr süßen.
Ich bin heute das erste mal auf dieser Seite.
Hier gibt es tolle Informationen zur Internet Welt und vielem mehr.
Ich emfehle euch diese Seite sehr.

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Ich bin die Sarah, bin 15 Jahre alt und komme aus Köln. Schon sehr lange macht es mir Spaß zu singen, singe auch oft in der Freizeit. Deshalb bin...

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Inhalt

Wie funktioniert Rechtsextremismus? ? Symbole, Codes und Kleidungsstil

In der Diskussion um Rechtsextremismus wird immer wieder die Frage gestellt ?Woran kann man Rechte erkennen??.

Auf diese Frage lässt sich grundsätzlich antworten, dass bestimmte Dresscodes Hinweise auf die kulturelle (beispielsweise Punk) oder die politische (beispielsweise ?links?) Selbstverortung bei Jugendlichen (und Erwachsenen) geben können. Eine verbindliche Checkliste, die es ermöglicht ausschließlich aufgrund des Kleidungsstils eines Menschen auf dessen politische Orientierung zu schließen, kann es nicht geben.

Der Begriff Dresscode umfasst einen ?Lifestyle? in dem Marken, Symbole und Codes Verwendung finden, die mehr oder minder eindeutige Hinweise auf die Zugehörigkeit zur rechtsextremen Szene enthalten.

  Zur Bedeutung von Dresscodes

 Die Verwendung bestimmter Bekleidungsmarken, Symbole und Codes ermöglicht den TrägerInnen mindestens das Kokettieren mit teilweise verbotenen und als gewalttätig geltenden Einstellungen und Verhaltensweisen.

 

 

 

 Oft wird damit aber auch die Zugehörigkeit zur rechtsextremen Szene offen zur Schau getragen, ohne sich durch Worte positionieren zu müssen – der Dresscode ist zumindest für „Eingeweihte“ Botschaft genug.

Beides benutzen Jugendliche oft um sich aufzuwerten, stark und cool zu fühlen. Eine eigene Unsicherheit lässt sich mit einem „harten Outfit“ gut überspielen. Die Botschaft lautet: „Ich gehöre nicht zu euch „Normalos“, ich bin anders, ich gehöre zu einer Elite!“

 

 Unterschiedliche „Dresscodes“:

 01 Das Skinheadoutfit

 Viele Menschen denken beim Thema rechtsextreme Gewalt an volltrunkene und Baseballschläger schwingende Skinheads mit Glatze, Tätowierungen, Bomberjacke, Lonsdale – Pullover und Stiefeln.

 

 

 

 

  Richtig ist, dass es Skinheads gibt, die genau diesem Bild entsprechen und sich rassistisch und gewalttätig verhalten.

 

 

 

 

 Viele Skinheads und andere Menschen wissen jedoch nicht, dass der Skinheadkult als jugendkulturelle Arbeiterbewegung mit „jamaikanischen Wurzeln“ in den 1960er Jahren in England seine Ursprünge hat. Skinheadsein war keine Frage der Hautfarbe sondern des sozialen Status. Erst durch den Einfluss rechtsextremer Parteien in England, orientierte sich ein Teil der Skinheadszene nach „rechts“.

Neben rechtsextremen Skinheads gibt es auch Gruppierungen innerhalb der Szene, die sich „gegen Rechts“ positionieren, wie etwa die S.H.A.R.P. Skins (Skinheads against racial predjudice/ Skinheads gegen rassistische Vorurteile).

Optisch sind die Gruppierungen oft nur für SzenekennerInnen auseinanderzuhalten. Um sich einen Überblick über die Skinheadszene zu verschaffen, empfehlen wir den Film „Skinhead Attitude“ (FSK 16) von Daniel Schweizer.

Zu der Bekleidungsfirma „LONSDALE“ ist zu sagen, dass diese Firma nicht der rechtsextremen Szene zuzuordnen ist. Im Gegenteil! LONSDALE unterstützt seit Jahren Aktionen gegen Rassismus (siehe www.augenauf.net) und beliefert seit Mitte der 1990er Jahre keine rechtsextremen Versandhandel mehr.

LONSDALE ist in der rechtsextremen Szene u.a. deshalb so beliebt, weil die Marke viel in der Boxerszene getragen wurde und wird. Boxen nutzen insbesondere jungen Männern dazu, ihre Gewalt auszuleben und darüber ihre Männlichkeit zu definieren. Dementsprechend werden Kleidungsstücken von LONSDALE zur Inszenierung eines martialischen Aussehens getragen.

Außerdem gibt es das Gerücht, LONSDALE würde von rechtsextremen Jugendlichen deshalb getragen, weil unter einer halb geöffneten Jacke nur die Buchstaben NSDA zu lesen seien und dies eine Anspielung auf die NSDAP (Nationalsozialistische deutsche Arbeiterpartei) sei.

 

 02 Moderner Rechtsextremismus

 Zu aktuellen „rechtsextremen Dresscodes“ und Symbolen und Zahlencodes gibt die Broschüre „Das Versteckspiel“ von der Berliner Agentur für Soziale Perspektiven e.V. einen umfassenden Einblick (zu beziehen über www.dasversteckspiel.de).

 

 

 

 

  Ich möchte an dieser Stelle auf einige Symbole genauer eingehen und auch ihre strafrechtliche Relevanz erwähnen.

Da bestimmte Grußformen wie „Heil Hitler“ strafrechtlich verboten sind, bedient sich die rechtsextreme Szene Zahlencodes, um die Strafbarkeit zu umgehen. Bei diesen Codes entsprechen die Zahlen in den meisten Fällen den Buchstaben im Alphabet. So steht die 88 etwa für HH – die Abkürzung von „Heil Hitler“, die 18 bedeutet AH und steht für den Namen Adolf Hitler. Diese Zahlenspiele finden sich in Internetforen, Nummernschildern und Schulheften in unterschiedlichten Spielarten (8x11=88, 44+44=88, usw.).

Aus strafrechtlicher Sicht ist das Tragen von Bekleidungsstücken der Marke CONSDAPLE relevant. Ihr Schriftzug ist dem von LONSDALE nachempfunden, nur findet sich hier tatsächlich die Buchstabenfolge NSDAP.

Die Marke CONSDAPLE ist nicht grundsätzlich verboten, werden Kleidungsstücke mit diesem Schriftzug aber in der Form getragen, dass nur die Buchstabenfolge NSDAP zu lesen ist, besteht die Möglichkeit, den Träger/die Trägerin nach Paragraph §86a Strafgesetzbuch (Verwendung von Symbolen verfassungswidriger Organisationen) anzuzeigen.

Weitere beliebte Marken in der rechtsextremen Szene sind „THOR STEINAR“ und „TROUBLEMAKER“. Der Name TROUBLEMAKER (Krawallmacher) ist Programm.

 

 03 Menschen wie du und ich?

 Aber es gibt auch Rechtsextreme, die sich ganz „normal“ und modisch kleiden oder gar Symbole der Linken übernehmen, wie etwa T-Shirts mit dem Konterfei von Che Guevara.

 

 

 

 

  Beliebt sind auch die so genannten „Palästinensertücher“, die die extreme Rechte als Symbol ihrer antisemtischen (judenfeindlichen) Orientierung tragen.

Die rechtsextreme Gruppe „Sleipnir“ singt beispielsweise auf der Schulhof CD mit dem Titel „Hier kommt der Schrecken aller Linken Spießer und Pauker“ in ihrem Lied „Rebellion“

Sie tragen keine Bomberjacken, sind trotz allem national

 Gehen zum Fußball oder Partys – ihre Köpfe sind nicht kahl

 Man kann nur schwer erkennen, wer sie sind und was sie wollen

 Doch wenn es um Deutschland geht, dann hört man sie von weitem grollen

 Fazit:

 Nicht jeder Skinhead ist ein Rechtsextremist und nicht jeder Rechtsextremist ist ein Skinhead. Entscheidend ist nicht nur wie ein Mensch aussieht und sich kleidet, sondern was er denkt und sagt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Man sollte sich in Diskussionen nicht vom Outfit „blenden“ lassen, sondern in Gesprächen und Diskussionen sehr genau darauf achten welche Positionen das Gegenüber vertritt. Vielleicht sind es manchmal „Wölfe im Schafspelz“?!

 

 

Was Inhalte rechtsextremer Ideologie sind findet ihr unter Punkt…

 

Literatur/Material:

 

Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt (ARUG) aus Braunschweig

Bildungsmaterialordner: „Rechtsextremismus erkennen“

www.arug.de

 

 ARUG

CD-Rom „Rechte Jugendkulturen“

www.arug.de

 

  (c) Cornelius Peltz

 

 


Veröffentlicht in:   Tags: rechtsextremismus menschen links szene punk hinweise diskussion frage orientierung klamotten dresscodes

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