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Geschrieben am 19.01.2038 um 04:14 von Lala:

Hallo ihr süßen.
Ich bin heute das erste mal auf dieser Seite.
Hier gibt es tolle Informationen zur Internet Welt und vielem mehr.
Ich emfehle euch diese Seite sehr.

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Fotostories fürs WWW

Selbstgebaute Foto-Lovestory
Selbstgebaute Foto-Lovestory

Geschichtenerzählen macht Spaß. Kindern und Jugendliche können sich in ihren Geschichten ausdrücken, können von ihrem Alltag, ihren Ängsten und ihren Wünschen erzählen. Wie kommen Jugendliche ans Erzählen mit medialen Mitteln? Foto-Storys sind ein geeigneter Zugang.

Idee/Kurzbeschreibung

Geschichtenerzählen macht Spaß. Kindern und Jugendliche können sich in ihren Geschichten ausdrücken, können von ihrem Alltag, ihren Ängsten und ihren Wünschen erzählen. Wie kommen Jugendliche ans Erzählen mit medialen Mitteln? Foto-Storys sind ein geeigneter Zugang: Als Erzählform sind sie den meisten Jugendlichen aus den Fotolovestories in „Bravo” und Co. bekannt. Mit Digitalkamera, PC und geeigneter Software lassen sich Geschichten-Ideen relativ einfach und schnell umsetzen.

Technik/Hardware

Grundausstattung sind Digitalkameras und Multimedia-PCs. Ein Beamer für Präsentationszwecke wäre sinnvoll. Jede Kleingruppe (à vier bis acht Personen) sollte zur Verfügung haben:

  • 1 Digitalkamera mit Speicherkarte und frisch aufgeladenen Akkus
  • 2 Multimedia PCs
  • Wahlweise ein Verbindungskabel Kamera-PC oder ein Speicherkartenlesegerät

Software

Zum schnellen Sichten der Bilder ist ein Viewer (Sichtungsprogramm) empfehlenswert. Zwar ist in Windows XP ein Viewer eingebaut, aber kein besonders guter. Besser ist z.B. das gratis downloadbare Irfanview. Zur eigentlichen Bildbearbeitung und ggf. zum Einfügen von Sprechblasentexten dient eine Fotobearbeitungssoftware. Für die normale pädagogische Arbeit empfehlen wir Paint Shop Pro, das es in der älteren Version gratis gibt. Wenn die fertige Foto-Story fürs WWW produziert soll, empfiehlt sich ein HTML-Editor. Gratis und auf vielen Rechnern installiert ist der Netscape Composer (enthalten z.B. in Netscape 7.2), für Foto-Storys reicht sein recht beschränkter Funktionsumfang völlig aus.

Zielgruppe/Altersempfehlung

Für eine Foto-Story braucht man DarstellerInnen, FotografInnen, BildbearbeiterInnen, ggf. auch „TontechnikerInnen”. Die Gruppe sollte nicht zu klein sein. Ideal ist eine Größe von ca. sechs Jugendlichen, bzw. mehrere Kleingruppen in dieser Größe, die jeweils eine eigene Story produzieren. Zusätzliche DarstellerInnen können dann aus der Nachbargruppe „ausgeliehen” werden. Wir haben mit Altersgruppen ab 11 bis über 20 Jahren erfolgreich Fotostories produziert.

Dauer


Eine kurze Foto-Story kann mit Jugendlichen an einem Nachmittag erstellt werden (so das Beispiel "Allohol macht Birne hohl”). Komplexere Foto-Storys können in Projektform über mehrere Tage entwickelt, fotografiert, bearbeitet und zusammengestellt werden. Blockworkshops sind unserer Erfahrung nach effektiver als regelmäßige Termine à la „jeden Mittwochnachmittag”.

Projektverlauf

Bevor das eigentliche Angebot startet, sollte ein Oberthema festgelegt werden („Die Love-Story 2004”, „Horror in der Freizeitstätte”). Der Raum wird entsprechend dekoriert, Requisiten und Kostüme werden organisiert; Vorlagen für das Storyboard werden in ausreichender Zahl ausgedruckt/kopiert. Wenn es los geht, wird erst einmal für die gesamte Gruppe an einem PC (gerne mit Beamer) ein Einblick in die verfügbaren Möglichkeiten gegeben: Eine Teilnehmerin macht ein Foto von zwei anderen, das Bild wird in den PC eingelesen, die MitarbeiterInnen zeigen Gestaltungsmöglichkeiten. Dann werden Rechner und Digicam erst mal außen vor gelassen. Das Leitungsteam macht eine Vorgabe, wie viele Bilder die Story haben darf (wenn nur ein Tag zur Verfügung steht, sollten es maximal 10-15 Fotos sein), und bis wann die Geschichte fertig entwickelt sein muss. Mit Papier und Stiften wird nun ein Storyboard gemalt und geschrieben: Für jedes geplante Foto wird eine skizzenhafte Strichzeichnung angefertigt. Daneben wird der dazugehörige Text aufgeschrieben. Nun geht es ans Fotografieren. Im ganzen Haus und in der näheren Umgebung werden die geplanten Bilder geschossen. Wenn das Gelände der Einrichtung verlassen wird, geht eine BetreuerIn mit. Die Bilder werden ausgelesen, die Kleingruppen sichten ihre Fotos an „ihren” Rechnern und geben den Bilddateien, die sie verwenden möchten, aussagekräftige Namen. Sind alle laut Storyboard vorgesehenen Bilder „im Kasten”, geht es an die Bildbearbeitung. Das Storyboard hilft bei der Arbeitsteilung: Die Kleingruppe teilt sich an zwei PCs auf, eine Teilgruppe fängt beim ersten Bild an, die andere beim letzten. Nun werden Bildausschnitte gewählt, Montagen vorgenommen, Sprechblasen eingefügt und mit Text gefüllt. Zuletzt werden die Fotos auf die gewünschte Größe gebracht. Wenn alle Bilder fertig bearbeitet sind, werden sie in Web-Seiten eingefügt. Das kostet noch mal Zeit und Nerven. Dann der krönende Abschluss: Zu einem vorher festgelegten Zeitpunkt werden alle entstandenen Foto-Storys präsentiert − am besten über einen (ggf. ausgeliehenen) Beamer. Zur Präsentation können Eltern, Freunde und Presse eingeladen werden - so hat man ein Publikum und gleichzeitig Öffentlichkeitsarbeit für die Einrichtung.

Ziele

Das Entwickeln und Umsetzen eigener Geschichten fördert Kreativität und Selbstbewusstsein. Die fertigen Geschichten laden zum Gespräch ein − über das Dargestellte, über Motive und lebensweltliche Hintergründe. In der Story „Männer!!!” zum Beispiel werden Eifersucht und Männer-/Frauenbilder thematisiert; in „Allohol macht Birne hohl”  bringen Jugendliche aus einer Einrichtung der Jugendberufshilfe ihre Themen aus der Arbeitswelt (Alkohol und Sicherheit am Arbeitsplatz) mit Stilmitteln der von ihnen bevorzugten Horrorfilme zusammen. Neben der inhaltlichen Dimension der Storys wird nebenbei der Umgang mit einer Digitalkamera gelernt, werden vertiefte Kenntnisse über digitale Bildbearbeitung und Umgang mit dem Rechner erworben, wird in die Erstellung eigener Web-Seiten reingeschnuppert. Mit anderen Worten: Medienkompetenz im Bereich kreativ-gestaltender Mediennutzung wird erworben.

Betreuung/sonstige Rahmenbedingungen

Pro Kleingruppe sollte im Idealfall ein/eine PädagogIn zur Verfügung stehen. Die PädagogInnen sollten mit der verwendeten Hard- und Software vertraut sein. Vertraut sein heißt nicht, alles komplett beherrschen und alle Funktionen kennen zu müssen. Sondern: Man sollte es schon einmal gemacht haben. Während des Projektes sollten PädagogInnen die verwendeten Programme und die Kamera KURZ erklären und sich danach möglichst darauf beschränken, Hilfen, Anregungen und Tipps bei Bedarf zu geben und für die Einhaltung von Rahmenbedingungen (höchstens X Bilder, höchstens Y Minuten für die Entwicklung der Story, Speichern nur in Verzeichnis Z) zu sorgen. Hände weg von Maus und Tastatur, das ist der Job der Jugendlichen! Auch empfiehlt es sich, Hilfe suchende Jugendliche an andere Jugendliche weiter zu verweisen, die den entsprechenden Arbeitsschritt schon gut im Griff haben.

Kosten

Wenn PCs, Digitalkamera und ggf. Sound-Aufnahmegeräte vorhanden sind, fallen keine weiteren Kosten bzw. nur Honorare an, solange mit sowieso vorhandenen Requisiten/Kostümen gearbeitet wird.

Zum Autor

Sascha Düx, *1971, ist Bildungsreferent beim Medienzentrum Köln. Seit Anfang 2001 hat er im Rahmen der Projekte Webmobile für NRWprojekt mnetzkom, NetzNomadenHipHop-Projekt Nippes und CrossCulture zahlreiche produktionsorientierte Multimediaprojekte in der Jugendarbeit durchgeführt. Kontakt: sd@ifc.info.

 


Veröffentlicht in:   Tags: www macht spaß medienprojekte alltag schritt-für-schritt

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