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Geschrieben am 19.01.2038 um 04:14 von Lala:

Hallo ihr süßen.
Ich bin heute das erste mal auf dieser Seite.
Hier gibt es tolle Informationen zur Internet Welt und vielem mehr.
Ich emfehle euch diese Seite sehr.

suche band

hey leute ich spiele seit 3 jahren gitarre habe schon mal in einer schüler-band mitgespielt suche jetzt etwas richgiges würde mich freuen wen ihr...

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Bildschimschoner erstellen mit Mediator7pro

Nikolaus-Screensaver, mit Mediator erstellt
Nikolaus-Screensaver, mit Mediator erstellt

Ein eigenes Desktopbild ist der erste Schritt bei der Inbesitznahme eines PCs als ?My Computer?. Was liegt da näher, als eigene Bildschirmschoner zu gestalten? Mit der Software Matchware Mediator lässt sich das auch für PC-unerfahrenere Jugendliche komfortabel bewerkstelligen.

Idee / Kurzbeschreibung

Individuelle Aneignung und Gestaltung technischer, insbesondere medientechnischer Gerätschaften ist bei Jugendlichen ein großes Thema. Von der Nachfrage nach individuellen Handygehäusen, −logos und −klingeltönen leben ganze Wirtschaftszweige, in PC-Spielerkreisen erfreut sich das Gehäuse-?Modding? großer Beliebtheit, ein eigenes Desktopbild ist der erste Schritt bei der Inbesitznahme eines PCs als ?My Computer?. Was liegt da näher, als eigene Bildschirmschoner zu gestalten? Mit der Software Matchware Mediator lässt sich das auch für PC-unerfahrene Jugendliche komfortabel bewerkstelligen.

Technik/ Software Hardware

Grundausstattung sind normale Multimedia-PCs der Generation ab 1998. Spannender und individueller wird es, wenn zusätzlich Digitalkameras und/oder Scanner zur Verfügung stehen. Es empfiehlt sich, dass immer 2-3 Personen zusammen an einem PC Bildschirmschoner entwerfen. Beamer zu Präsentationszwecken

  • 1 Mulimedia PC für 2-3 TeilnehmerInnen
  • Digitalkamera (Speicherkarte oder USB-Kabel)
  • Scanner (optional)
  • Beamer (optional)

Software

Mediator von der dänischen Firma Matchware ist ein recht einfach zu erlernendes, vielseitiges Präsentationsprogramm. Viel mehr als etwa PowerPoint, das vor allem für Business-Präsentationen ausgelegt ist, empfiehlt sich Mediator für den Einsatz im pädagogischen Bereich und ist auch an Schulen sehr beliebt. Anders als PowerPoint kann Mediator aus jeder Präsentation auch selbststartende CDs, Webseiten und eben Bildschirmschoner generieren.

Zusätzlich zu Mediator sollte ein Viewer (Sichtungsprogramm) vorhanden sein, am besten das gratis downloadbare Irfanview.
Für spezielle Bildbearbeitungen braucht man ggf. ein Bildbearbeitungsprogramm wie z.B. Paint Shop Pro.

Zielgruppe/ Altersempfehlung

Bildschirmschoner erstellen ist eher für jüngere Jugendliche interessant, kann aber mit einem geeigneten Motto auch durchaus ältere interessieren. Wir haben mit der Software Mediator erfolgreich gearbeitet u.a. mit Gymnasiasten der 5. Klassenstufe, Gesamtschülern der 8. Klassenstufe und einer internationalen Gruppe benachteiligter Jugendlicher im Alter von 15-17 Jahren (englische Programmversion).

Dauer

Je nachdem wie aufwändig die Produkte werden sollen, kann ein Bildschirmschoner-Projekt in 1-3 Einheiten à 2-3 Stunden fertig werden. Blockworkshops sind unserer Erfahrung nach effektiver als ?drei Dienstagnachmittage?.

Projektverlauf

Fruchtbarer als ein reines ?bau dir deinen eigenen Bildschirmschoner?-Projekt ist es, ein Thema für eine solche Aktion zu haben. Für jüngere Kids können zu entsprechenden Jahreszeiten Nikolaus−, St. Martins− oder Silvesterschoner gebaut werden; für ältere z.B. Screensaver zur eigenen Breakdance-Crew oder Fußballmannschaft. Ein Bildschirmschoner-Projekt kann auch gut Teil einer größeren thematischen Aktion sein.

Zum Auftakt gibt es dann erstmal für die ganze Gruppe eine Einführung in die Grundfunktionen von Mediator − allerdings nur in die, die gleich auch gebraucht werden: So beginnt man, so wird ein Digitalfoto geschossen, eingelesen und in Mediator eingefügt, so lässt man Sprechblasen, Texte oder sonstige Objekte erscheinen, so bringt man mit Animationspfaden Bewegung in die Sache, so steuert man das ganze mit Zeitleisten und lässt alles am Ende wieder von vorne anfangen. Witzige Schnappschüsse und Einbeziehen der Gruppe in die Entstehung eines ersten kleinen Bildschirmschoners sorgen für Motivation.
Nach diesem Intro finden sich die Jugendlichen in 2er− oder 3er-Gruppen zusammen. Die PCs bleiben zunächst noch aus, die Gruppen überlegen mit Stift und Papier (ggf. ?Storyboard?-Vorlage), wie ihr Bildschirmschoner aussehen soll: Welche Hintergrundfotos? Welche Texte, Sprechblasen, Gegenstände erscheinen wann wo? Welche Objekte sollen sich wie bewegen?
Wenn das Konzept steht, werden die benötigten Fotos gemacht bzw. Bilder/Zeichnungen gescannt. Die Bilder werden ausgelesen, die Kleingruppen sichten ihre Fotos mit Irfanview an ihren Rechnern und geben den Bilddateien, die sie verwenden möchten, aussagekräftige Namen.

Sind alle laut Storyboard vorgesehenen Bilder ?im Kasten?, geht es ggf. noch an die Bildbearbeitung mit Paint Shop Pro: Hier werden Bildausschnitte ausgewählt, Objekte freigestellt und ggf. Bildmanipulationen vorgenommen. Wenn man die Bilder am Ende auf eine Größe von maximal 800x600 Pixel klein rechnet, hat man es in Mediator einfacher.

Dann kommt die Hauptarbeit: In Mediator werden Seiten angelegt, Hintergründe eingefärbt, Bilder und Texte eingefügt, Animationspfade gezeichnet und Ereignisse entlang von Zeitlinien definiert. Zwischendurch speichern nicht vergessen − Mediator neigt gelegentlich zu Abstürzen. Am Ende wird dann eine fertige Bildschirmschoner-exe-Datei exportiert, die man auf fast jedem PC installieren kann.

Dann das große Finale: Zu einem vorher festgelegten Zeitpunkt werden alle entstandenen Bildschirmschoner präsentiert − am besten über einen (ggf. ausgeliehenen) Beamer. Zur Präsentation können Eltern, Freunde und Presse eingeladen werden - so hat man ein Publikum und gleichzeitig Öffentlichkeitsarbeit für die Einrichtung.

Ziele

Beim Bildschirmschonerbauen mit Mediator findet eine Aneignung des Mediums ?Multimedia-PC? auf verschiedenen Ebenen statt:

  • Der PC wird durch den selbsterstellten Screensaver in stärkerem Maße ?Mein PC? − vergleichbar einem Handy mit dem eigenen Lieblingssong als Klingelton
  • Man lernt, etwas selber zu erstellen, was einem sonst nur als fertiges Produkt begegnet
  • Man lernt auf einem einfachen Level zu programmieren − ohne Textcode, sondern mit drag and drop einfacher Symbole
  • Der eigene Umgang mit dem PC wird generell sicherer, übertragbare Basics werden gelernt (markieren, kopieren, speichern, u.s.w.)
  • Man lernt bei produktionsorientierter aktiver Medienarbeit, eigene Interessen, Wünsche, Vorlieben artikulieren und auf medialem Wege kommunizieren


Zusätzlich werden Kompetenzen im Umgang mit verschiedenen Softwares erworben (Irfanview, Mediator, ggf. Bildbearbeitungsprogramm), die allesamt auch außerhalb des Kontexts ?Bildschirmschoner? zahlreiche alltags- und z.T. berufsrelevante Einsatzmöglichkeiten bieten. Darüber hinaus können auch thematisch-inhaltliche Lernziele verfolgt werden − je nach Motto der Aktion.

Betreuung / sonstige Rahmenbedingungen

Eine PädagogIn kann alleine 5-6 Kleingruppen à 2-3 Personen betreuen, die an je einem PC ihren Screensaver erstellen. Das geht ganz gut, wir haben es mehrfach ausprobiert. Zu zweit ist es aber auf jeden Fall Nerven schonender :-)

Die PädagogInnen sollten mit der verwendeten Hard− und Software vertraut sein. Vertraut sein heißt nicht, alles komplett beherrschen und alle Funktionen kennen zu müssen. Sondern: Man sollte es schon einmal gemacht haben.

Während des Projektes sollten PädagogInnen die verwendeten Programme und die Kamera KURZ erklären und sich danach möglichst darauf beschränken, Hilfen, Anregungen und Tipps bei Bedarf zu geben und für die Einhaltung von Rahmenbedingungen (Timekeeping, jeder aus einer Kleingruppe darf mal an die Maus) zu sorgen. Hände weg von Maus und Tastatur, das ist der Job der Jugendlichen! Auch empfiehlt es sich, Hilfe suchende Jugendliche an andere Jugendliche weiter zu verweisen, die den entsprechenden Arbeitsschritt schon gut im Griff haben.

Kosten

Mediator 7 pro ist leider nicht ganz billig. Knapp 400 Euro muss man als Privatmensch für eine Lizenz berappen; als Bildungseinrichtung (nicht nur Schulen!) gibt für denselben Preis eine 15er Klassenlizenz. Dafür bekommt man eine Software, die sich in zahlreichen Projektangeboten flexibel einsetzen lässt und sogar für die Programmierung einfacher Spiele geeignet ist. Wer diese 400 Euro nicht hat, kann im Netz nach gebrauchten/älteren Versionen suchen (Mediator 6 z.B. gab es neben der teuren ?pro-? auch in einer günstigeren Standardversion; nicht geeignet für eigene Spiele, wohl aber für Bildschirmschoner). Oder die kostenlose Demoversion nutzen, die es auf www.matchware.de zum Download gibt. Die kann fast alles, ist allerdings auf 5 Bildschirmseiten beschränkt. Für Bildschirmschoner sollte das ausreichen. Mit der Demoversion erstellte Präsentationen funktionieren nur 14 Tage lang. Wenn man die Quelldateien aber später in eine Mediator-7-Vollversion lädt, lassen sie sich in zeitlich unbegrenzt funktionierende Präsentationen umwandeln.


Zum Autor

Sascha Düx, *1971, ist Bildungsreferent beim JFC Medienzentrum Köln. Seit Anfang 2001 hat er im Rahmen der Projekte Webmobile für NRW, projekt m, netzkom, NetzNomaden, HipHop-Projekt Nippes und CrossCulture zahlreiche produktionsorientierte Multimediaprojekte in der Jugendarbeit durchgeführt.

Kontakt: sd@ifc.info.


Veröffentlicht in:   Tags: computer medienprojekte schritt-für-schritt software

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