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In meiner Schule muss sich folgendes ändern...
Geschrieben am 19.01.2038 um 04:14 von Lala:
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WeserKurier-Artikel über 10 Wahrheiten-Broschüre vom 7.1.05
Broschüre "Zehn Wahrheiten über Manga" klärt auf: Japanische Comics beginnen auf der letzten Seite.
BREMEN. Manga ist das japanische Wort für Comic. Aber Donald Duck mit Schlitzaugen? Davon sind Mangas weit entfernt. Vor mehr als 120 Jahren entstand der Mix aus japanischer Kunst und amerikanischen Zeitungskarikaturen. Heute begeistern Mangas die Fans auf der ganzen Welt. Auch in Bremen gibt es viele jugendliche Manga-Leser - und viele, die sich mit Mangas nicht auskennen. Genau für sie gibt es jetzt die Broschüre "10 Wahrheiten über Manga".
Die erste Wahrheit muss man schon vor Lesebeginn wissen: Japanische Mangas liest man von rechts nach links. Also wird von hinten nach vorn geblättert. Das gilt auch für die Broschüre. Zusammen mit Uli Meyer hat Markus Gerstmann vom ServiceBureau Internationale Jugendkontakte sich die Broschüre ausgedacht. Gerstmann war letzten Mai in Japan. Im Gepäck hatte er das Vorurteil, dass es in Mangas nur um Sex und Gewalt geht. Irrtum. "Es gibt viele verschiedene Arten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene", muss er zugeben. "In manchen japanischen Geschäften werden auf sieben Etagen Mangas verkauft."
Die Comics stehen oft als Taschenbücher in den Regalen. Manche Sammelbände sind so dick wie ein Telefonbuch und kosten umgerechnet rund drei Euro. Das ist eine weitere Wahrheit aus der Broschüre. Genauso wie die rund zwei Milliarden Exemplare, die pro Jahr verkauft werden - und später auf der Straße landen. "Wenn in Japan das Altpapier rausgestellt wird, dann stapeln sich die Mangas am Straßenrand", sagt Gerstmann. Trotzdem sind längst nicht alle sind jugendfrei. "Hentai" heißen die pornographischen Mangas, die in Japan zwar öffentlich verkauft werden - aber nur in Folie eingeschweißt und nur an Erwachsene.
In anderen Mangas spiegelt sich die Rolle der Frau in Japan wieder: "Sie werden als naiv dargestellt, lassen alles über sich ergehen und bleiben ruhig." Typisch sind auch die Schuluniformen. "Japan hat die Matrosenuniformen Anfang des 20. Jahrhunderts aus Deutschland übernommen", erzählt Gerstmann. "Bei den Jugendlichen gehört das noch heute zum Schulalltag." Inklusive der kurzen Röcke. "Dabei kommt der Blick von unten, darum sieht man immer das Höschen." Aber Jugendschutz in den Medien - Gerstmann passt da genau auf. Und darum ist es ihm so wichtig, nicht pauschal zu urteilen. "Man muss sich einfach damit beschäftigen, um die Kultur zu verstehen, die dahinter steckt", sagt er. Darum auch die Broschüre.
Erst informieren und dann urteilen, wünscht sich Gerstmann. Denn ein Manga-Vorurteil kann auch Uli Meyer widerlegen. Sie hat die Comics der Broschüre gezeichnet und getextet. Denn: "Mädchen können nämlich genauso gut Comics zeichnen wie Jungen." Das ist eben eine weitere der zehn Wahrheiten: Etwa die Hälfte aller Mangas wird von Frauen gezeichnet.
Veröffentlicht in: Tags: kunst welt broschüre manga comic anime








