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Geschrieben am 19.01.2038 um 04:14 von Lala:

Hallo ihr süßen.
Ich bin heute das erste mal auf dieser Seite.
Hier gibt es tolle Informationen zur Internet Welt und vielem mehr.
Ich emfehle euch diese Seite sehr.

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Alles AGGRO? Nicht mit mir!

Am Dienstag, 18.05.2010 in der Zeit von 17.00 Uhr bis 18.00 Uhr fand im Aquarium der Oberschule Findorff die Premiere des Films "Alles AGGRO? Nicht mit mir!" statt. In den Osterferien wurde ein 3-tägiges Osterprojekt durchgeführt. In den verschiedenen Workshops haben sich die Schüler mit den Themen Toleranz, Verständnis, Respekt, Rassismus und Gewalt auseinandergesetzt. Diese intensive Auseinandersetzung geht im normalen Schulalltag oft unter und wurde in diesem Projekt nachhaltig thematisiert. Während der Projekttage näherte sich die Gruppe schauspielerisch, musikalisch und künstlerisch den oben genannten Themen. Als Ergebnis stand am Ende ein kleiner Film, die teilnehmenden Schüler können zukünftig ihre Erfahrungswerte in den Unterricht einbringen und somit für eine nachhaltige Wirkung sorgen.

Abschlussbericht:  Alles AGGRO? Nicht mit mir!!!
von Nadine Gottschlich und Holger Hülsemann

In einem 3- tägigen Osterprojekt setzten sich SchülerInnen der Oberschule Findorff gemeinsam mit dem Sozialpädagogenteam der Oberschule und einem Kameramann mit den Themen Rassismus und Gewalt auseinander. Die Schülergruppe bestand aus 25 Schülern des 5. und 6. Jahrgangs mit und ohne Behinderungen, einige der Gruppenmitglieder kommen aus sozial schwachen Verhältnissen. Die Teilnahme an diesem Projekt war für die SchülerInnen freiwillig, aufgrund der großen Nachfrage mussten die 25 Plätze ausgelost werden.

In den vier Workshops *Gewaltbiografien- Orte der Gewalt- Begriffe der Gewalt und Filmcrew* haben sich die SchülerInnen mit und ohne Behinderungen mit den Themen Toleranz, Verständnis, Respekt, Rassismus und Gewalt auseinandergesetzt. Diese intensive Auseinandersetzung geht im normalen Alltag oft unter und wurde in diesem Projekt nachhaltig thematisiert. Während der Projekttage näherten sich die Gruppen schauspielerisch, musikalisch und künstlerisch den oben genannten Themen. Als Ergebnis stand am Ende ein kleiner Film sowie eine Foto- und Plakatausstellung. Ergänzend gab es eine öffentliche Filmpremiere im Mai 2010, einen Auftritt auf www.jugendinfo.de und weitere Presseartikel.

Die teilnehmenden SchülerInnen können zukünftig ihre Erfahrungswerte in den Unterricht einbringen und somit für eine nachhaltige Wirkung sorgen. Zukünftige Schulprojekte werden hiervon profitieren.

Die Durchführung der Projekttage gliederte sich in vier Workshops:

Workshop 1: Gewaltbiografien

In den ersten beiden Projekttagen erstellten die ProjektteilnehmerInnen zwei fiktive Biografien, in der sie ihre eigenen Gewalterfahrungen mit eingebaut haben. Die Lebensgeschichten handeln von der Gewalttäterin Melissa, die in der Schule Anführerin einer Mobbinggruppe ist und insbesondere ihren Mitschüler Leon zum Opfer hat. Durch Theaterübungen (Warm-ups, Figurensplitting) und kleine Rollenspiele versetzten sich die Kinder in verschiedene Charaktere und entwickelten dadurch viele Ideen zu konfliktlösendem Verhalten. Am letzten Tag präsentierten die TeilnehmerInnen ihr Ergebnis vor der ganzen Gruppe und inszenierten selbstständig eine kurze theatrale Lesung.

Workshop 2: Orte der Gewalt

In diesem Workshop besuchten die SchülerInnen Orte im Stadtteil Findorff, an denen sie Gewalt beobachtet oder selber erlebt haben. Vor Ort (Pausenhof/ Straßenzüge im Stadtteil, Bürgerweide- Osterwiese/ Bushaltestellen/ Hauptbahnhof Bremen) stellten sie gemeinsam Gewaltszenen nach. Im Anschluss erarbeitete die Gruppe unterschiedliche Konfliktlösungsmöglichkeiten, hierbei flossen Elemente aus den Bereichen Streitschlichtung und Mediation ein.

Hieraus entstanden fünf praktische Tipps für den Pausenhof:

  •     Ich helfe, ohne mich selber zu gefährden!
  •     Ich spreche gezielt MitschülerInnen und Lehrkräfte an und bitte um Hilfe!
  •     Ich beobachte den/die Täter und achte auf sein Aussehen!
  •     Ich kümmere mich um das/die Opfer!
  •      Ich sage den Lehrkräften/der Schulleitung was ich gesehen habe!

Workshop 3: Begriffe der Gewalt

Im dritten Workshop beschäftigten sich die TeilnehmerInnen mit dem Thema *GEWALT* und sammelten dazu u.a. folgende Begriffe: Zivilcourage, Täter/ Opfer, Respekt, Angst, Mobbing, Erpressung, Abziehen, Toleranz, Beleidigen, Provozieren, SchülerVZ, Internet, Ist doch nur Spaß! Mitgefühl, Polizei. Hier stellte sich heraus, dass für viele der teilnehmenden SchülerInnen diese Begriffe zum Schulalltag gehören und fast schon normal sind. Im weiteren Verlauf fanden verschiedene Rollenspiele (Übungen zur Sensibilisierung und Körperpräsenz) statt. Hier hatten die SchülerInnen die Aufgabe, sich sowohl in den Täter als auch in das Opfer hineinzuversetzen. In der abschließenden Gruppendiskussion erstellten sie gemeinsam ein großes Plakat, welches die Gefühle des Opfers und des Täters widerspiegelte.

Inspiriert von den Begriffen zum Thema Gewalt entwickelten die TeilnehmerInnen am Ende den HipHop Song: „Du brauchst Mut- denn das ist gut!“, der mit tatkräftiger Unterstützung des sogenannten Beatboxing (Bezeichnung für das Erzeugen von Schlagzeug- und Perkussions-Geräuschen mit dem Mundraum) vorgetragen wurde.

Workshop 4: Filmcrew (Vermittlung von Grundlagen der Medienkompetenz)

Hier bekamen die SchülerInnen eine Einführung im Umgang mit Filmkameras und deren Technik. Diese Gruppe besuchte die oben genannten Workshops, stellte bestimmte Szenen dar und legte gemeinsam die Abläufe der verschiedenen Szenen fest (Dramaturgie/ Regie). Die Filmcrew bekam einen Eindruck davon, dass das Medium Film als Ausdrucksmittel für Emotionen, Stimmungen und Atmosphäre eingesetzt werden kann. Für diese Gruppe war es wichtig selbstständig in einem Team arbeiten zu können, Grenzen zu überwinden und Vorurteile auszuschließen. Am Ende dieses 3- tägigen Projektes hatte das Filmcrewteam alle Szenen im Kasten, sie entwickelten und präsentierten daraus den Film: Alles AGGRO? Nicht mit mir!!!

Das Projekt *Alles AGGRO? Nicht mit mir!!!* hat die teilnehmenden SchülerInnen sensibilisiert, zukünftig mit Gewalt- und Konfliktsituationen anders umzugehen. Es wurden gemeinsame Lösungsstrategien entwickelt, die SchülerInnen können ihre Erfahrungen in die Klassen einbringen und somit für eine nachhaltige Wirkung sorgen. Zum Abschluss des Projektes gibt es im Mai 2010 eine große öffentliche Filmpremiere in der Oberschule Findorff.

Dank an die swb- Bildungsinitiative für die zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel!!!

Der Fim wird in den nächsten Tagen  auf jugendinfo.de gelegt.

 

Geschrieben am 02.06.2010 um 07:20.
Zuletzt bearbeitet am 11.06.2010 um 07:38.

Veröffentlicht in:   Tags: gewalt film findorff prävention

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