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Thinlines. Jugendschutz.net
Ein sogenanntes Motivationsbild. Jugendschutz.net

Ein Leben für Ana

Pro Ana ist ein sehr aktuelles Thema, sowohl in den Medien als auch in der Magersuchtsforschung wird es heiß diskutiert. Die Anhänger/innen verbreiten in ihren stetig wachsenden, mit Feengestalteten, Internetforen, Botschaften wie ?Ana ist Freundschaft?, ?Ana ist ein Ansporn?, ?Ana ist eine Lebenseinstellung?, ?Ana ist hungern bis zum Tod!?
Aber was macht Pro Ana zum Sorgenkind und wieso ist der Austausch darüber so wichtig?

Die Bewegung Pro Ana ist ein Phänomen, das wahrscheinlich ab 1998 aus den USA nach Deutschland gekommen ist und sich seit dem immer weiter Vernetzt hat. Übersetzt steht Pro Ana für Pro Anorexie, Betroffene beschreiben, dass sie sich für ihre Krankheit Magersucht entschieden haben.

Es ist ein sehr junges, virtuelles Phänomen, jung sind auch die vornehmlich weiblichen Anhängerinnen mit durchschnittlich 12-21 Jahren. Die Kommunikation der Pro Anas läuft in der Regel über Passwortgeschütze Internetforen, in denen sich die Betroffenen untereinander über ihre Magersucht und andere psychische und auch soziale Probleme austauschen können.

Im Allgemeinen wird gerade der Austausch, mit ebenfalls Betroffenen, von Fachkräften als gut und gesundheitsförderlich betrachtet, nach diesem Prinzip arbeiteten Selbsthilfegruppen schon seit Jahrzehnten. Der Informations- und Erfahrungsaustausch wirkt emotional unterstützend und motivierend.

In der Pro Ana Bewegung hingegen wird häufig dieser Austausch genutzt um sich weiter in die Magersucht „hinein zu finden“. Man spricht neben den Erfahrungen mit der Krankheit, der psychischen und physischen Situation und den Ängsten auch über die neusten Erfahrungen mit Diäten und Diätmitteln, die Erfolge des Gewichtsverlustes in den letzten Wochen und in Extremfällen werden sogenannte „Constest“ veranstaltet, in denen gemeinsam diätiert wird, „the biggest looser“ gewinnt.

Über all diesem steht Ana. In einigen sehr radikalen Foren wird Ana personifiziert oder gar als etwas göttliches verehrt, es gibt ein Manifest, Psalme, 10 Gebote an die man sich als „Ana“ halten soll und nicht zu vergessen die Merchandis-Artikel.

Die Pro Anas sehen ihre Foren jedoch ganz anders. Sie stehen meistens dazu, dass Pro Ana ein Lifestyle ist (Slogan: „Pro Ana ist a lifestyle, dot a disease“), in dem ihnen keiner reinreden darf, der nur ihnen gehört, sie versuchen ihre Foren zu schützen, weil die Mitglieder ihnen meist mehr Familie sind als ihr direktes Umfeld. Nur hier haben sie das Gefühl sich endlich öffnen zu können, verstanden zu werden und Halt zu bekommen.

Dies ist eine typische Denkweise von Magersüchtigen und sehr gefährlich. In der Angst bei Familie und Freunden auf Konfrontation zu stoßen und Ablehnung ihrer Wünsche nach weniger Gewicht zu erfahren, wenden sie sich an ihre Internetbekanntschaften. Bei Ihnen wissen sie, dass sie ähnlich denken. Es besteht die Gefahr, dass sie sich von der realen Welt immer weiter ab schotten, denn hier finden sie Bestätigung durch die allgemein verharmloste Sicht ihre Krankheit, und bekommen nicht selten Tipps wie man noch weiter gewicht verlieren kann.

Im Laufe der letzten Jahre haben sich bezüglich Pro Ana weitere Subgruppen entwickelt. Da der Ausdruck Pro Ana durch Medien extrem negativ belastet ist sprechen sie jetzt auch von „With Ana“ und „With ED“ (Eating Disorder). Foren wie diese bezeichnen sich als sanfter und weniger reglementiert, Essstörungsverherrlichungen werden hier (offiziell?) nicht geduldet, die Bedeutung davon und die Grenzen zu Pro Ana sind jedoch, allen Beobachtungen nach, fließend.

Juliane Wolf

 

Weiterführende Informationen und Hilfe findet Ihr bei:

 


Veröffentlicht in:   Tags: internet medien ess-störung Essstörungen Magersucht